Doris Meszaros

Doris Meszaros
Veranstaltungskauffrau
Akademie München
Sie haben beruflich schon einiges vorzuweisen. Möchten Sie uns kurz etwas zu Ihrem bisherigen Werdegang erzählen?
Gern! Bereits während meines Studiums (Soziale Arbeit) habe ich bei Feierwerk e.V. „Veranstaltungsluft“ schnuppern bzw. inhalieren dürfen. Als Veranstaltungsdienst war ich mehrere Jahre hauptverantwortlich für die reibungslose Durchführung von Hunderten von Konzerten, Parties und Clubnächten – Rock´n´Roll und Augenringe inklusive!
 
2002 kam ich dann zum Verband für Popkultur in Bayern e.V., dem ich bis heute treu geblieben bin. Beim VPBy leitete ich zunächst mehrere Jahre ein bayernweites Mädchenmusikprojekt und organisierte bis 2010 weit über 600 Workshops, Kurse und Veranstaltungen von Kempten bis Aschaffenburg: Öffentlichkeitsarbeit, (Kalt-)Akquise, Konzeptionierung, Planung, Orga, Orga, Orga, Abrechnung, Dokumentation – (fast) alles aus einer Hand.  
Die Durchführung der Workshops und Kurse übernahmen dann unsere Profis aus den Bereichen Musik und Multimedia – eine gute Entscheidung für alle Beteiligten ;)
Parallel habe ich für eine große Versicherung Imagefilme produziert und war nebenbei u.a. als Fahrradkurierin tätig - die Mischung macht´s.
Die letzten drei Jahre ging´s dann – ebenfalls als Projektleitung im Rahmen eines EU-Programms zur Berufsorientierung – auf die grüne Insel, wieder mit dem Fokus auf Musik, Kunst und Multimedia, und ganz nebenbei wurde Dublin zu meiner zweiten Heimat.
Auch hier bestand der Schwerpunkt meiner Arbeit in der Konzeptionierung, Planung, Organisation, Durchführung und der Nachbereitung der Aufenthalte – der Tätigkeit einer Veranstalterin nicht ganz unähnlich. (Tatsächlich habe ich einer bayrischen Singer-/Songwriterin einen kleinen Auftritt in Dublin´s ältestem Pub organisieren können und hinsichtlich interkultureller Unterschiede wertvolle Erfahrungen sammeln dürfen - nicht nur beim Bookingprozess.)
Zudem habe ich selbst in mehreren kleinen Bands gespielt und habe unsere Gigs organisiert, kenne sozusagen auch die andere Perspektive.
Freiberuflich bin ich darüber hinaus seit über zehn Jahren als Dozentin tätig, u.a. in den Bereichen Bewerbungs- und Moderationstraining und Veranstaltungsmanagement für Multiplikatoren – mein zweites „Steckenpferd“ neben der Organisation.
 
Was hat Sie zu der Entscheidung bewogen noch eigenständig einen IHK-Abschluss als Veranstaltungskauffrau zu absolvieren?
Zum einen wollte ich mich selbst – vor allem kaufmännisch - professionalisieren, meiner Praxiserfahrung auch ein theoretisches Fundament geben und mich selbst auf den Prüfstand stellen. Zum anderen wollte ich formal einen Kompetenznachweis erwerben, um mir beruflich eine weitere Tür zu öffnen.
 
War für Sie die Macromedia-Prüfungsvorbereitung bei diesem weiteren Karriereschritt eine förderliche Hilfestellung?
Absolut. Ich wurde sehr zielgerichtet und konzentriert auf den Abschluss vorbereitet. Ein professionelles Dozententeam begleitete uns durch alle Bereiche des Veranstaltungsmanagements  - mit viel Fachkompetenz, Geduld und nicht zuletzt Humor.
 
Mit Ihrem Gesamtdurchschnitt Note 1 haben Sie ein überdurchschnittliches Ergebnis in der IHK-Abschlussprüfung erzielt. Das war bestimmt mit viel Arbeit und Engagement verbunden?
Ja, der Hosenboden ist salopp gesagt „gescheit durchgesessen“. Zehn Monate  vor Prüfungsbeginn habe ich angefangen, mich mit Fachliteratur auseinanderzusetzen und habe dann den Input in der Macromedia förmlich aufgesogen und bereits Gelerntes vertieft. Ich habe mir damals kleine Etappenziele gesetzt und somit meine Motivation aufrechterhalten.
 
Möchten Sie den nachfolgenden Absolventinnen und Absolventen einige Tipps geben, wie man einen so guten Abschluss erreichen kann?
Es schadet nicht, sich immer wieder bewusst werden, warum man das Ganze macht – später professionell, kompetent und erfolgreich schöne Veranstaltungen durchzuführen könnte ein Grund sein. Wenn ich mich bei einem Veranstalter bewerben möchte, ist dabei ein guter Abschluss nicht kontraproduktiv. Und dafür muss und KANN ich etwas tun, denn ich bin nicht mehr in der Schule, sondern habe mir aus freien Stücken diesen Weg gewählt. Es ist doch schön, wenn es in meiner Hand liegt, was ich daraus mache.
 
Sie bleiben uns  weiterhin erhalten. Doch diesmal erleben Sie den Macromedia-Alltag von der anderen Seite – als freiberufliche Dozentin. Wie kam es dazu?
Tatsächlich war ich in der glücklichen Lage, das Angebot zu erhalten eine dreitägige Unterrichtseinheit zu leiten – und diese Offerte nehme ich natürlich sehr gerne an!
 
Die Schülerinnen und Schüler können sicherlich von Ihren Erfahrungen und Ihrem Fachwissen profitieren. Welche Fächer werden Sie unterrichten?
In den drei Tagen möchte ich versuchen, einen kleinen Überblick über das Thema Veranstaltung zu vermitteln, mit allem, was dazugehört: von A(blaufplan) bis Z(ielgruppen) – eine Mischung aus Input und gemeinsamem Erarbeiten. Dabei lernen wir sozusagen am „lebenden Objekt“ – mehr wird nicht verraten.
 
Was sind Ihre weiteren Karrierepläne? Wo soll es noch hingehen?
Soziale Arbeit, insbesondere Projektarbeit wird sicherlich immer ein Teil meiner beruflichen Tätigkeit sein, mein momentaner Fokus liegt derzeit jedoch ganz klar auf dem Eventbereich. Die Fühler sind bereits ausgestreckt und bei einer Doppelqualifikation lassen sich auch  Synergieeffekte nutzen – und das Steckenpferd Unterrichten/Vermitteln ist immer mit an Bord ;)

Was möchten Sie den Lesern ihrer Erfolgsgeschichte sowie den zukünftigen Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg geben?
Auch Rechnungswesen kann man überleben, schließt Euch zusammen, bildet Lerngruppen – Veranstaltungen bedeuten nahezu immer Teamarbeit, fangt am besten gleich damit an.
Viel Erfolg und vor allem Viel Spaß beim Veranstalten!